2.1 Beginne gleich damit, Dir den Text von 1Petrus 2,1+2 einzuprägen. Am besten, du liest dir die Verse zunächst einige Male langsam und laut durch und versuchst dabei, ihren Inhalt zu erfassen.
Schreibe nun die in beiden Versen verwendeten Verben (Tätigkeitswörter) heraus:
Die Menschen, von denen hier die Rede ist, sind offenbar noch nicht lange gläubig. Woraus könnte man das schließen?
2.2 Diese Gläubigen sind zweifellos gerettet und haben das ewige Leben empfangen. Aber es kann sein, daß ihnen noch etliches aus ihrem alten Leben anhängt, was ihnen in ihrer weiteren Entwicklung sehr schaden würde. Darum sollten sie diese Dinge wie zerlumpte Kleidungsstücke ablegen.
Was sollten sie ablegen? Schreibe die Begriffe zu den passenden Erläuterungen: = ein Verhalten, das gegen den Nächsten und seinen Besitz gerichtet ist, um ihn zu schädigen. = Trug, Verschlagenheit, meint eine Gesinnung, die den eigenen Vorteil auf Kosten der anderen sucht. = frommer Schein, der die wahre Gottesfurcht vergiftet. = kommt aus der Ichsucht und unterminiert die Nächstenliebe. = die besondere Gefahr von Gotteskindern und zerstört die Gemeinschaft.
Denk noch einmal über die fünf Begriffe nach und merk dir die, die bei Dir noch anzutreffen sind! Das ist also abzulegen. Tu es bitte, d.h. mache Dir klar, daß das nicht mehr zu Dir gehört! Es paßt Dir nicht mehr. Leg die alten Lumpen zur Seite und ziehe sie nicht mehr an. Rechne im Glauben damit, daß Du das kannst. Mach das besonders dann, wenn Du im Begriff stehst, etwas von dem oben Genannten zu tun. Eine große Hilfe wird sein, wenn Du Dir den obigen Lernspruch tief einprägst und gerade in versuchlichen Situationen ins Gedächtnis zurückrufst.
Bitte beginne noch nicht mit der Lektion, bevor du den Kernvers nicht auswendig beherrschst! Du kannst dann die obigen Begriffe aus dem Kopf wieder in die Felder einsetzen, falls du den Computer inzwischen ausgeschaltet haben solltest. Und wenn du beginnst, nimm dir genügend Zeit, damit du die Lektion in einem Zug beenden und abschicken kannst. Wenn du nicht so viel Zeit auf einmal hast, kannst du die Seite auch ausdrucken und zunächst handschriftlich ausfüllen.
2.3 Bei dem Ablegen darf es aber nicht bleiben. Die negativen Dinge müssen durch positive ersetzt werden. Wonach sollen wir nun streben?
Gewiß geht es hier nicht um wirkliche Milch, sondern um ein geistliches Nahrungsmittel, nach dem wir wie Säuglinge begierig sein sollen. Was könnte das nur sein?
2.4 Aber ebenso wie die Milch kann auch das Wort Gottes verfälscht werden. Aus diesem Grund müssen wir dafür sorgen, daß es direkt aus der Quelle zu uns kommt. Das heißt, wir sollen uns nicht mit irgendwelchen Erklärungs- oder Erbauungsbüchern zufrieden geben (obwohl die auch ihren Wert besitzen). Wir brauchen direkten Zugang zum Wort Gottes.
Was heißt also, nach der geistigen, unverfälschten Milch (wie es andere Übersetzungen wiedergeben) begierig zu sein? Gib es mit Deinen eigenen Worten wieder.
2.5 Das heißt also: Lies in Deiner Bibel! Versäume es keinen Tag - so wenig, wie Du Deine tägliche Nahrung versäumst.
Schauen wir uns einige Beispiele aus dem Wort Gottes selbst an: Lies Apostelgeschichte 17,10-11! Wie häufig lasen die Juden aus Beröa in ihrer Bibel (dem Alten Testament)?
Worin kommt zum Ausdruck, daß sie das sehr gründlich taten?
Lies Johannes 8, 31-32! Wer ist ein wahrer Jünger? d.h. sich immer wieder damit beschäftigt.
Lies 5. Mose 17, 19! Was sollte jeder König in Israel tun? (dieses Gesetz für den König war ein Teil des Alten Testamentes).
Was hatte das für einen Sinn? 1. 2.
Welche Aufforderung wird uns in Jesaja 34,16 gegeben?
Der Herr Jesus setzte das bei jedem gläubigen Juden voraus. Darum lesen wir öfter, wie er sagte: (Matthäus 21, 16+42).
2.6 Das Lesen und Studieren der Schrift gehört also zum täglichen Leben eines Gläubigen. Und es ist nicht ohne Verheißung! Lies Psalm 1,1-3! Worin besteht positiv das Glück des Mannes, den dieser Psalm beschreibt?
Das hat natürlich Folgen (Vers 3!). Versuche, die bildhaften Verheißungen auf Dich anzuwenden: Er ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt. Das heißt für mich: der seine Frucht zu seiner Zeit bringt Das heißt für mich: und dessen Laub niemals verwelkt. Das heißt für mich: Ja, was er auch tut, es gelingt! Das heißt für mich:
Wiederhole den Text der beiden Verse 1Petrus 2,1-2! Kannst Du ihn schon auswendig? Schreibe bitte aus dem Gedächtnis auf, welche Folge das Aufnehmen der geistlichen Nahrung des Wortes Gottes für uns hat:
Zwar sind wir schon errettet (Epheser 2,5), doch ist unser geistliches Leben gefährdet, wenn wir nicht wachsen. Nur wer ständig wächst, wird sich seiner endgültigen Errettung freuen können (vergleiche dazu auch 1Petrus 1,5).
2.7 Lies Psalm 119,147+148! Welche Zeit hat der Verfasser des Psalms gewählt, um Gottes Wort zu studieren?
Es ist nicht so wesentlich, für welche Tages- oder Nachtzeit Du Dich entscheidest, um das Wort Gottes zu studieren. Wichtig ist nur, daß Du Zeit hast! Nach unseren Erfahrungen darf diese Zeit nicht zu kurz sein, denn es ist die entscheidendste Zeit des ganzen Tages. Du solltest mit mindestens 15 Minuten pro Tag beginnen (Das ist ungefähr der hundertste Teil der Zeit, die Gott uns jeden Tag schenkt). Später wirst Du wahrscheinlich entdecken, daß Du mehr Zeit benötigst. Jedenfalls mußt Du diese Zeit bewußt einplanen, sonst wirst Du sie nicht finden. Deine persönliche Andacht soll eine Zeit sein, in der Du dem Herrn ungeteilte Aufmerksamkeit zuwenden kannst.
2.8 Darum solltest Du Dir auch einen Platz suchen, an dem Du nicht gestört und unterbrochen wirst. Lies die folgenden Bibelstellen und schreibe auf, welche Plätze alles geeignet sein können: Matthäus 6,6; Markus 1,35 und 6,46 Apostelgeschichte 10,9; Daniel 6,11
2.9 Damit ist das nächste Stichwort gefallen: Gebet. Es ist wichtig, daß das Gebet ein natürlicher Bestandteil Deines Lebens wird. Mindestens fünf Minuten Deiner "Stillen Zeit'' solltest Du ausschließlich im Gebet verbringen. Im Laufe der Zeit wird sich das bestimmt vermehren, weil Du merkst, daß fünf Minuten nicht reichen. Als gutes Hilfsmittel hat sich eine Gebetsliste erwiesen, wie z.B. die folgende:
2.10 Noch einige praktische Vorschläge: Nachdem Du Dir eine feste Zeit gewählt und einen geeigneten Platz gesucht hast, beginne Deine Zeit für Gott mit einem Dankgebet und der Bitte um Konzentration zum Bibellesen und Beten. Studiere jeweils ein Kapitel oder einen Abschnitt aus der Bibel. Gehe auf diese Weise systematisch ein ganzes biblisches Buch durch. Beginne am besten mit dem Johannesevangelium! Lies die Schriftstelle langsam mehrere Male durch und denke darüber nach. Was Dir auffällt oder wichtig wird, schreibe in ein kleines Notizbuch, das auch Deine Gebetsliste enthalten könnte. Du wirst sehen, das Notizbuch wird Dir helfen, das Gelesene besser zu verstehen. Außerdem ist es ein Beleg für Deine Treue in Bezug auf das Bibelstudium. Die letzten Minuten verwende zum Gebet, indem Du dem Herrn für das Erkannte dankst oder ihn bittest, Dir Kraft zu geben, so zu leben, wie er es Dir in seinem Wort gezeigt hat, oder indem Du ihn lobst und staunst über seine Größe und Herrlichkeit. Natürlich solltest Du auch Deine täglichen Anliegen an dieser Stelle vor den Herrn bringen.
2.11 Schreibe 1.Petrus 2,1-2 aus dem Gedächtnis nieder:
Beginne heute noch mit Deiner ersten "Zeit für Gott", beziehungsweise damit, diese Zeit neu zu ordnen und zu planen.
Trag bitte deinen Namen ein, damit ich weiß, mit wem ich es zu tun habe.
Deine E-Mail-Adresse bitte unbedingt eingeben, sonst kann ich dir nicht antworten!